Zwischen 1858 und 1860 war der Komponist und Dirigent
als Kapellmeister am Kasseler Hoftheater tätig. Dessoff
machte anschließend in Wien als Chefdirigent der Wiener
Philharmoniker eine beispiellose Karriere. Er legte den
Grundstein für den Weltruhm dieses Orchesters. Auch
später als Erster Kapellmeister der Frankfurter Oper
brachte es Dessoff zu großem Ansehen. 2010 jährt sich
sein Geburtstag zum 175. Mal.
Dass sich eine Beschäftigung mit dem Werk Dessoffs lohnt,
bewies der eindrucksvolle Liederabend mit der Sopranistin
Eleonore Marguerre und dem Tenor Uwe Stickert, der ganz im
Zeichen der Romantik stand. Neben Stücken von Dessoff
standen auch Lieder von Schumann und Mendelssohn auf dem
Programm. So urteilte Sebastian Krämer in der
„Hessische/Niedersächsische Allgemeinen Zeitung“:
„Mit dem Ehepaar Eleonore Marguerre und Uwe Stickert
sowie dem versierten Pianisten Frank Immo Zichner durften
sich die begeisterten Zuschauer über eine Darbietung auf
internationalem Niveau freuen. Mit beinahe makelloser
Brillanz und ebenso reifer Interpretation deuteten die
drei Musiker die zu Unrecht in Vergessenheit geratenen
Lieder Dessoffs aus. Dabei fiel das wohl dosierte Vibrato
Marguerres auf, die, wie auch ihr Partner Stickert, einen
sehr dynamischen Vortrag zeigte. Ein gelungenes und
prachtvolles Finale boten am Ende mehrere ausgewählte
Duette von Robert Schumann.“
Für alle, die den Liederabend nicht live erleben konnten,
sendet der Hessische Rundfunk eine Aufzeichnung des
Konzertes auf hr2-kultur.
Hessischer Rundfunk -
hr2-kultur
Sonntag, 12. September, 20.05 Uhr
Eleonore
Marguerre entstammt einer belgisch-deutschen Familie aus
Heidelberg und studierte Operngesang in Karlsruhe und Wien
Dort schloss sie ihr Gesangsdiplom bei der Kammersängerin
Margarita Lilova mit Auszeichnung ab. Die Sängerin ist
mehrfache Preisträgerin internationaler
Gesangswettbewerbe. Konzerte und Liederabende führten sie
bisher unter anderem nach Japan, Korea, Norwegen,
Frankreich und in die Schweiz. Bisherige Stationen der
jungen Sopranistin waren unter anderem die Wiener
Staatsoper, die Mailänder Scala, die Semperoper Dresden,
das Grand Théâtre de Genève, die Oper in Nizza oder die
Bregenzer Festspiele. Hierbei arbeitete sie wiederholt mit
Dirigenten wie Christopher Hogwood, Adam Fischer, Jac van
Steen, Bruno Weil und Michael Jurowski.
Bereits seit 2005 erscheinen regelmäßig
Veröffentlichungen mit Eleonore Marguerre, so unter
anderem: Felix Mendelssohn Bartholdy „Sinfonie Nr. 2
B-Dur“ (hänssler CLASSIC, 2009), Mozarts Fragment
„Demofoonte“ (Arts Music, 2008) mit ihr in der
Hauptpartie des „Timante“, 2007 die Ersteinspielung
des Singspiels „Erwin und Elmire“ der Fürstin Anna-
Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach bei DS (Deutsche
Schallplatte,2007), Franz von Suppés „Die Schöne
Galathée“ mit ihr in der Titelpartie (capriccio, 2007)
sowie das "Lied von der Glocke" von Max Bruch (cpo,
2005).
Eleonore Marguerre lebt mit ihrem Ehemann, dem
Opernsänger Uwe Stickert und ihrem kleinem Sohn in
Weimar.
www.eleonore-marguerre.de



