Die Redakteure der Provokant-Redaktion begeben sich mit diesem neuen Vertriebsweg auf Neuland für Schülerzeitungen. Versteht man Schülerzeitungen jedoch als Möglichkeit für Schüler, sich selbst praktisch auf den Feldern des Journalismus, der Betriebswirtschaft, des Verlagswesens und des Anzeigenmarketings zu erproben, dann bedeutet der Schritt zur Online-Publikation lediglich eine Anpassung an bereits erfolgte und zukünftig erwartete Strukturanpassungen eben dieser Berufsfelder. Die Verknüpfung von Printausgabe und kostenpflichtiger Webversion ist näher an der Wirklichkeit einer professionellen Zeitung, als der bloße Verkauf mit Bargeldkasse im Pausenraum.
Das Beispiel der Provokant-Redaktion ist nicht nur aus Gründen der Praxisrelevanz zur Nachahmung empfohlen. Eine digitale Schülerzeitung ermöglicht die Veröffentlichung der von den Schülern erarbeiteten Inhalte ohne finanzielles Risiko, denn es ist kein Vorschuss für anfallende Druckkosten notwendig. Das Problem zu weniger oder zu vieler Exemplare stellt sich nicht. Durch die Onlineausgabe kann die erste Druckausgabe einer jungen Schülerzeitung in vielen Fällen erst ermöglicht werden, indem sie ein finanzielles Polster für die Druckkosten schafft.
Die Onlinepublikation eignet sich darüber
hinaus als Ergänzung zur Printausgabe, um bereits
erschienene Ausgaben dauerhaft und einem erweiterten
Kundenkreis zugänglich zu machen. Ehemalige Schüler;
Eltern, Freunde und Verwandte der Schüler kommen so
ebenfalls in den Genuss der Schülerzeitung. Dazu Sandro
Pretzer, Geschäftsführer der Tracnology GmbH: „Viele
Schülerzeitungen überraschen heute mit einer Qualität,
die sich hinter professionellen Magazinen am Kiosk nicht
zu verstecken braucht. Die Provokant ist dafür ein gutes
Beispiel. Dieser Schülerzeitung merkt man schnell an,
weshalb sie in Baden-Württemberg als eine der drei besten
des Landes vom Kultusministerium ausgezeichnet wurde.
Diese Inhalte sind nicht nur für Schüler interessant.
Wir möchten mit fileboom.de Schülern eine einfache
Veröffentlichung ermöglichen. Natürlich sollen sie mit
ihren Werken auch etwas verdienen. Das macht die Arbeit
für die Schülerzeitung noch spannender. Und wenn
Einnahmen für die Anschaffung von Diktiergeräten oder
Digitalkameras genutzt werden können, dann wird sich die
Qualität der Zeitung noch weiter verbessern.“



