Berufsbegleitendes Umweltwissen aus mehr als zehn Fachgebieten vermittelt das Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften infernum seit neun Jahren. Getragen wird der Studiengang vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und der FernUniversität in Hagen. Absolventinnen und Absolventen aus dem vergangenen und diesem Jahr präsentierten die besten Master-Arbeiten am 4. April vor rund 90 geladenen Gästen im Rahmen des zweiten »infernum-Tages« in Hagen. Der Anglist und Diplom-Kaufmann Stephan Hild, der Diplom-Kaufmann Philipp Hasenmüller sowie der Betriebswirt und Bodenwissenschaftler Gregor von Held wurden als beste Master of Environmental Sciences ausgezeichnet.
Kluge Köpfe haben Konjunktur – so auch die drei besten Absolventen des Interdisziplinären Fernstudiums Umweltwissenschaften, Stephan Hild, Philipp Hasenmülller und Gregor von Held. Sie stellten am vergangenen Samstag ihre Arbeiten den rund 90 Gästen, darunter 35 ehemaligen infernum-Studierenden, im Hagener ARCADEON vor und zeigten die vielfältigen Facetten dieses Studiums auf.
Wer infernum, den ersten akkreditierten Master-Fernstudiengang Deutschlands im Bereich der Umweltwissenschaften absolviert, ist fit in Umweltwissenschaften und Nachhaltigkeit. Wie fit, das zeigten die infernum-Absolventinnen und Absolventen in beeindruckender Weise mit ihren wissenschaftlich fundierten und praxisbezogenen Arbeiten. Die Themen reichten vom Management klimawandelbedingter Risiken deutscher Unternehmen über die Analyse von Klimaschutzprojekten in Brasilien bis hin zur Analyse der thematischen Strategie für den Bodenschutz der EU.
Karriere machen mit infernum
Nach dem Anglistikstudium und 16-jähriger Tätigkeit in
den Bereichen Vertrieb und Marketing in Berlin siedelte
Stephan Hild 2002 nach Portugal um und nahm von dort ein
Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften an der
FernUniversität auf. 2005 schrieb er sich für infernum
ein. Zwei Jahre später schloss Hild sein
wirtschaftswissenschaftliches Studium ab. In seiner
Diplomarbeit setzte er sich mit dem europäischen
Emissionshandel auseinander. Fit im Bereich
Umweltökonomie widmete sich Hild in seiner
infernum-Masterarbeit der Analyse von Investitionen in
Klimaschutzmaßnahmen. Speziell beschäftigte er sich mit
Clean Development Mechanismen (CDM) in Brasilien. CDM
bedeutet, dass ein Industrieland Maßnahmen zur
Emissionsreduktion in einem sich entwickelnden Land
durchführt und sich diese auf die eigenen Zielvorgaben
anrechnen lassen kann. Stephan Hild arbeitet seit 2008
beim TÜV Süd in München. In der Abteilung Carbon
Management Service engagiert er sich in
Klimaschutzprojekten.
Philipp Hasenmüller studierte Betriebswirtschaftslehre in Berlin mit Studienschwerpunkten im Dienstleistungs- und Umweltmanagement. Nach knapp 2-jähriger Tätigkeit im Bereich Marketing und Organisation wechselte der 35-Jährige an die Universität Lüneburg ins Centre for Sustainability Management (CSM). Dort betreute er im Rahmen der Kooperation zwischen der FernUniversität in Hagen und dem CSM als wissenschaftlicher Mitarbeiter u. a. Studierende im Fach »Betriebliches Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement«. Weiterhin engagierte sich Philipp Hasenmüller im Sustainable Leadership Forum SLF, das als Initiative des CSM und des Unternehmensverbandes B.A.U.M. e. V. als Diskussionsforum und Arbeitskreis von Unternehmen geschaffen wurde, um eine nachhaltige Entwicklung aktiv zu gestalten. Sein infernum-Studium führte Philipp Hasenmüller studien- und berufsbegleitend durch. Im Rahmen seiner Masterarbeit widmete sich der Betriebswirtschaftler dem Unternehmensrisiko Klimawandel und analysierte das strategische und operative Management klimawandelbedingter Risiken deutscher Unternehmen. Seit dem 15. März 2009 ist Philipp Hasenmüller als Projektmanager »Climate Change and Opportunities in the Insurance Sector« im Bereich »GeoRisikoForschung« der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft tätig.
Gregor von Held war nach seinem Betriebswirtschaftsstudium als kaufmännischer Angestellter in einem österreichischen Handelsunternehmen beschäftigt. 1995 zog der gebürtige Linzer nach Deutschland, studierte an der FH Osnabrück Bodenwissenschaften und arbeitete dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 2003 wechselte er zum Wasserwirtschaftsamt Donauwörth in Bayern und ist dort als Sachgebietsleiter »Grundwasser- und Bodenschutz« tätig. Berufsbegleitend begann der 41-Jährige im Jahr 2005 sein Fernstudium Umweltwissenschaften, das er mit einer Masterarbeit zur Strategieanalyse der thematischen Strategie für den Bodenschutz in der EU abschloss.
Das interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften
infernum
Das Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften
infernum ist ein innovatives Angebot der umweltbezogenen
Weiterbildung. Das Studium wird gemeinsam angeboten und
getragen von der FernUniversität in Hagen und dem
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und
Energietechnik UMSICHT in Oberhausen. Die Kooperation der
beiden Institutionen bündelt aktuelles und praxisnahes
Wissen aus den verschiedenen Gebieten der
Umweltwissenschaften sowie langjährige Erfahrungen im
Weiterbildungs- und Fernstudienbereich. infernum ist
Bestandteil der Fraunhofer Academy Link
(www.academy.fraunhofer.de), die im Jahr 2006 mit dem Ziel
gegründet wurde, innovatives Know-how an Fach- und
Führungskräfte zu vermitteln.
Bildmaterial: http://www.mpr-frankfurt.de/presse/



