Thangkas und Mandalas sind vom Uhrsprung her eine Meditationshilfe. In der Praxis von Gläubigen dienen sie dazu, ihm das visionäre Erscheinen der Gottheit im Inneren zu bringen. Daher werden sie von Gläubigen häufig zur Meditation oder während bestimmter Rituale aufgehängt. Auch von Reisenden und Pilgern werden sie zur Meditation und Schutz vor bösen Geistern mitgenommen oder sogar zu diesem Zweck in Wohnräumen aufgehängt. Das besondere, auch erotische Darstellungen können sie auf buddhistischen Thangkas bewundern. Link: Kamasutra. Diese Yab-um-Thangkas gehören zu den Themen auf besonderen Thangkas, so wie sie auch hinduistische Tempel mit erotischen Darstellungen des Kamasutra finden. Gerade diese Thangkas Link: Thangkas wie auch das Kamasutra haben die Fantasie der Europäer anzuregen verstanden. Heutzutage finden Mandalas, Thangkas oder auch buddhistische Statuen zur reinen Zierde ihren Einzug in den privaten Wohnbereich.
Thangkamaler sind bei ihrem malerischen Schaffen streng an die Vorschriften von Heiligen Schriften gebunden. Aus diesen Schriften, z.B. die Sadhanamala, Tanyur, Nispannayogavali oder auch die Kanyur, leiten sich die Formen ab, die für den gesamten Lamaismus grundlegend verbindlich sind. Eine Festlegen der Formen und Farben und auch eine ikonometrische Beschreibung finden sich in den alten Texten. Von den Meistern der Thangkamalerei können aber die Ausschmückung und der Hintergrund eigenständig geschmückt werden. So entsteht mit einer individuellen ästhetischen Gesamtwirkung der Thangkas die besondere Note eines jeden Künstlers. Diese 1000-jährige Traditionen der Thangkamalerei werden auch heute noch in Nepal in großem Umfang am Leben gehalten. Hier in diesem hinduistisch geprägten Land leben nach Ihrer Flucht aus Tibet viele Buddhisten. In Kathmandu finden sie viele Händler und auch berühmte Maler von Thangkas und Mandalas und Ihre Malschulen.



