Aachen – Das Thema Dienstleistung ist schon längst keine Zukunftsmusik mehr. Das zeigten die rund 140 Teilnehmer, die am 2. und 3. September auf dem Aachener Dienstleistungsforum des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen im Quellenhof über Herausforderungen, Möglichkeiten und Vorteile von Dienstleistungen diskutierten.
„Wir sind davon
überzeugt, dass Unternehmen, besonders in Krisenzeiten,
durch Dienstleistungen die Liquidität und den Profit
sichern können“, bestärkte der Gastgeber und
Geschäftsführer des FIR Dr. Volker Stich die Teilnehmer.
Während gestern noch das Produkt alleine zählte,
verkaufen fortschrittliche Unternehmen heute
kundenorientierte Dienstleistungspakete. Es gehe nicht
darum, neue Produkte zu entwickeln, sondern vielmehr
darum, Dienstleistungen in das bestehende Produktgeschäft
zu integrieren.
Durch diese Integration von
Dienstleistungen sei es möglich, den Kunden an
Unternehmen zu binden, erläuterte Professor Dr. Schuh,
der in seinem Vortrag verdeutlichte, wie sich
Organisationen mit Dienstleistungen zukunftsorientiert
aufstellen können.
Besonderes hervorzuheben war dieses Jahr der Besuch des
Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF), Thomas Rachel (MdB). Er eröffnete das
zweitägige Forum und stellte den Aktionsplan
Dienstleistung 2020 vor. Nach diesem Plan wird neben der
technologischen und fachlichen Forschung künftig auch die
Entwicklung neuer Dienstleistungen mit rund 70 Millionen
Euro im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung
gefördert.
Abgeschlossen und zusammengefasst
wurden die Eindrücke des Eröffnungstages durch Dr.
Gerhard Gudergan, der als Bereichsleiter am FIR das Thema
Dienstleistungsmanagement betreut. „Dienstleistungen“,
so Dr. Gudergan, „fangen im eigenen Unternehmen an.
Mitarbeiter müssen eine gemeinsame Vision haben und an
einem Strang ziehen, damit ein Unternehmen als Marke
wahrgenommen wird“. Dabei mache die Struktur im
Unternehmen 25 % des Erfolges aus. „Starre Prozeduren
hindern die Weiterentwicklung von Innovationen“,
erklärte Dr. Gudergan. Unternehmen müssen Ziele haben,
die für die Mitarbeiter transparent sind und diese nach
außen vertreten.
Eines wurde auf dem Dienstleistungsforum besonders deutlich: Unternehmen müssen sich der Herausforderung annehmen, so dass die Vision innovativer Dienstleistungen zum täglichen Programm wird.



