Fachleute predigen es schon lange! Die meisten Unternehmer spüren es selbst. Es wird zunehmend schwieriger, gute Friseure zu bekommen. Chefs müssen in Zukunft nicht nur Marketing für Kunden, sondern vor allem auch für Arbeitnehmer machen. Dafür müssen sie zunächst wissen, was Friseure motiviert, was sie zufrieden macht, wie man sie für den Beruf gewinnt und dort hält. Wissenschaftlich belegt, liefert die erste Arbeitsmarktstudie zum Friseur-Handwerk verlässliche Daten: http://www.menschenimsalon.de/salonnews/774-die-magische-d rei
Die Studie zeigt, dass es drei grundsätzlich unterschiedliche Typen bei Arbeitnehmern im Friseur-Handwerk gibt: die Berufenen, die Zufriedenen und die Arbeiter. Wie der Name schon sagt, ist die Gruppe der Berufenen diejenige, die den Beruf wieder wählen und weiterempfehlen würde. Hier finden sich überdurchschnittlich viele Männer und Führungskräfte. Die Arbeiter sind jene Gruppe, die arbeitet, weil es notwendig ist, die den Beruf auch nicht weiterempfehlen oder nochmals wählen würden. Dazwischen steht die Gruppe der Zufriedenen, die zwar relativ gerne Friseur ist, aber die Arbeit vor allem als Notwendigkeit sieht. Diese Gruppe muss besonders motiviert werden, um Freude an der Arbeit zu haben.
Die Gründe für die Berufswahl
Wichtigster Grund für die Wahl des Friseur-Berufs ist der
Wunsch, Kontakt zu Menschen zu haben. Der Zufall ist ein
weiterer, von Lehrlingen oft genannter Grund. Bei
Stylisten wird der Zufall nicht mehr so oft genannt, was
möglicherweise darauf hindeutet, dass diejenigen, die
"zufällig" Friseurin werden, nicht lange im Beruf
bleiben.
Wo finden Friseure ihre Arbeitgeber?
Während sich Stylisten häufig bei der Jobsuche im
Internet und in Tageszeitungen umsehen, verlassen sich
Lehrlinge noch mehr auf den Bekanntenkreis. Überraschung:
Durch die Umfrage wurde deutlich, dass 44 % aller
Stylisten, die in den letzten 3 Jahren ihren Job
wechselten, den neuen Job über
http://www.friseurjobagent.de und in Österreich über
http://www.friseurjobagent.at gefunden haben.
Blindbewerbungen sind bei der Jobsuche am
erfolgversprechendsten, dicht gefolgt von Informationen
aus dem Bekanntenkreis und von Kollegen. Ähnlich wie bei
Kunden, bei denen die Mund-zu-Mund-Propaganda die beste
Werbung ist, funktioniert es also auch bei den
Mitarbeitern. Für Chefs hat das weit reichende
Konsequenzen: In Zukunft werben sie um Mitarbeiter
genauso, wie um Kunden. Friseur-Unternehmen müssen sich
zunehmend der Aufgabe stellen, sich als Arbeitgeber
positiv zu präsentieren, also potentiellen Mitarbeitern
gute Gründe für eine Bewerbung zu geben.
Welche
Arbeitgeber suchen Friseure?
Interessanterweise steht das Einkommen bei der Wahl des
Arbeitgebers erst an dritter Stelle. Alle Friseure, vor
allem die Berufenen legen den größten Wert auf
"Zwischenmenschliches", also ein gutes Arbeitsklima, nette
Kollegen und einen fairen, motivierenden Chef. Danach
folgt das Image des Salons und dann erst die Entlohnung.
Die meisten der befragten Friseure arbeiten in
Einzelsalons und ziehen diese auch als Arbeitsplatz vor.
Fast 60 Prozent aller Friseure möchten in
Mittelpreis-Salons mit vier bis zehn Mitarbeitern
arbeiten. Nur 18 Prozent der Befragten ist es egal, wie
groß der Friseursalon ist. Dabei ist die Zahl derjenigen,
die einen Teilzeitarbeitsplatz suchen groß, nur wenige
haben aber die Möglichkeit dazu. Hier müssen Arbeitgeber
sicher flexibler werden und den Bedürfnissen ihrer meist
weiblichen Arbeitnehmerinnen entgegenkommen.
Das
Buch zur Studie
Die umfangreichen und detaillierten Ergebnisse dieser
Arbeitsmarktstudie mit einer ausführlichen Auswertung und
Empfehlungen zur Mitarbeitersuche erscheinen im Frühling
2009 als Buch unter dem Titel "Die Studie Motivation und
Karrierechancen". Bereits zuvor informiert Knuth Arndt
Friseur-Unternehmer auf der Hair & Beauty 09 in Frankfurt
und während der Top Hair Trend & Fashion Days in
Düsseldorf in Vorträgen über diese Studie. Ein
umfassender Management-Kongress zu erfolgreicher
Mitarbeiterführung ist für den 14. Juni 2009
geplant.



