München, 20. Mai 2010 -
In Ihrer Studie „The what, the who, and the how:
coordination experience and team performance in the
electronic game industry“ analysieren die drei Autoren
die Auswirkungen von zwei alternativen
Koordinationsmechanismen auf die Leistung von mehr als
2100 Entwicklerteams von elektronischen Spielen. Dabei
finden sie heraus, dass sowohl die Erfahrung mit
firmenspezifischen Koordinationsroutinen als auch
Koordinationserfahrung im Allgemeinen einen positiven
Einfluss auf die Teamleistung haben. Überraschenderweise
stellen die Forscher außerdem fest, dass der positive
Effekt unabhängig davon ist, ob die Teammitglieder vorher
schon gemeinsam an einem Projekt zusammen gearbeitet haben
oder nicht.
Während der Arbeit an ihrer Studie konnten die Forscher
am eigenen Leib die Tücken ihres
Untersuchungsgegenstandes erfahren. "Da wir nur eine Woche
gemeinsam an einem Ort an dem Projekt gearbeitet haben und
ansonsten verteilt in München bzw. Washington saßen,
haben wir gemerkt, wie wichtig und wie gleichzeitig
schwierig Koordination und Kommunikation für den Erfolg
eines Projektes sind.“ sagt Thorsten Grohsjean von der
Fakultät für Betriebswirtschaft der LMU in München.
Die Academy of Management (AOM) ist die größte und älteste Gelehrtengesellschaft der Welt, die sich mit den Themen Management und Organisationen beschäftigt. Die 1936 von zwei Professoren gegründete Vereinigung zählt derzeit knapp 19.000 Mitglieder aus 101 Nationen. Mit der Best Paper Auszeichnung ehrt die AOM die 10% besten Artikel, die zur Konferenz eingereicht wurden. Im letzten Jahr waren es mehr als 5700 Beiträge, die zur Auswahl für die Jury standen. Die Konferenz findet in diesem Jahr vom 6. – 10. August in Montreal, Kanada statt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Thorsten Grohsjean
Tel: +49 (0) 89 / 2180 – 6111
Fax: +49 (0) 89 / 2180 - 99 6111
E-Mail: t.grohsjean@lmu.de
Die Autoren
Tobias Kretschmer ist Professor für
Betriebswirtschaftslehre mit besonderer Berücksichtigung
der Kommunikationsökonomie an der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Vor Antreten der
Professur im September 2006 war er Dozent (Lecturer) an
der London School of Economics (2001 – 2006) und
Post-Doc an INSEAD (2000 – 2001), Fontainebleau.
Professor Kretschmer promovierte in Volkswirtschaftslehre
an der London Business School und studierte
Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen.
Thorsten Grohsjean ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und
Doktorand am Institut für Kommunikationsökonomie. Er ist
ferner Gastdozent an der Hongkong University und war 2009
drei Monate als Gastwissenschaftler an der Universität
Maryland. Er studierte Betriebswirtschaft in Mannheim und
hat einen MBR-Abschluss der
Ludwig-Maximilians-Universität München
Über die
Fakultät für Betriebswirtschaft
Die Fakultät für Betriebswirtschaft ist eine der 18
Fakultäten der LMU und deckt mit ihren 19 Professuren die
wesentlichen Felder der modernen Betriebswirtschaftslehre
ab. Die Fakultät bietet ein umfassendes und sowohl
theoretisch fundiertes als auch praxisnahes Lehrangebot,
ist in der Forschung international sichtbar und verfügt
über eine moderne Infrastruktur sowie sehr gute Kontakte
in die Praxis. Mehr Informationen finden Sie unter
www.bwl.lmu.de
Über die
Ludwig-Maximilians-Universität München
In 18 Fakultäten forschen und lehren rund 650
Professorinnen und Professoren sowie etwa 2.500
wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie
bieten ein breites und ausdifferenziertes Spektrum aller
Gebiete des Wissens von Geistes- und Kultur- über
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur
Medizin und den Naturwissenschaften. Die Forschungsbilanz
der LMU spricht für sich: Sie ist an 26
Sonderforschungsbereichen, finanziert durch die Deutsche
Forschungsgemeinschaft, beteiligt.. Dieses Angebot nutzen
zurzeit rund 44.000 Studierende, davon rund 18 Prozent aus
dem Ausland.



